Landesweite Vernetzung zur Qualitätsentwicklung

Die Landesarbeitsgemeinschaft gründete sich 1995. Sie ist eine Arbeitsgemeinschaft der Aidshilfe NRW. Die Landesarbeitsgemeinschaft bietet neben dem fachlichen und inhaltlichen Austausch eine landesweite Vernetzung und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für frauenspezifische Angebote in NRW. Die Qualitätsziele der Frauen- und HIV/Aids-Arbeit in Nordrhein-Westfalen werden kontinuierlich weiterentwickelt. Eine Vertreterin der Landesarbeitsgemeinschaft ist Mitglied der Landeskommission AIDS NRW. Die Landeskommission AIDS berät die Landesregierung in fachlichen Fragen zu HIV/Aids.

Die Landesarbeitsgemeinschaft setzt sich zusammen aus positiven Aktivistinnen, ehrenamtlich tätigen sowie hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Aidshilfen und anderer freier Träger und Gruppen mit einem Arbeitsschwerpunkt Frauen und HIV/Aids. Annette Ritter (Aids-Hilfe Münster) und Christine Weisskopf (AIDS-Hilfe Essen) sind die von der Landesarbeitsgemeinschaft gewählten Sprecherinnen, die diese nach außen repräsentieren.

Aufgaben und Ziele

Die Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW versteht Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit. Ihrem Verständnis nach umfasst die Gesundheit der Frau ihr emotionales, soziales und körperliches Wohlbefinden. Sie wird durch das soziale, politische und wirtschaftliche Lebensumfeld ebenso wie durch biologische Faktoren beeinflusst. Die Lebenssituation von Frauen mit HIV/Aids macht bestimmte Faktoren der Gesamtsituation von Frauen in unserer Gesellschaft oft besonders prägnant sichtbar: Wachsende Armut, die Auswirkungen der Sparmaßnahmen bei der Gesundheitsvorsorge und der Absicherung im Krankheitsfall, zunehmende Leistungseinschränkungen bei chronischen Erkrankungen, verschlechterte Arbeitsbedingungen, fehlende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie einen Mangel an frauenspezifischen Angeboten.

Die Landesarbeitsgemeinschaft stellt sich die Aufgabe, die Diskriminierung von HIV-positiven Frauen sowie die ihr zugrunde liegenden Strukturen zu benennen und zu ihrer Überwindung beizutragen. Sie setzt sich für flächendeckende Frauenangebote in NRW ein und engagiert sich vor allem in folgenden Bereichen:

Themenfeld HIV/Aids

  • für die Stärkung der Selbsthilfe von Frauen mit HIV/Aids
  • für die Anerkennung der politischen, sozialen und kulturellen Leistungen der Frauen mit HIV/Aids
  • für die Schaffung von Raum für die Auseinandersetzung mit HIV und Aids in Frauenberatungsstellen und Fraueninitiativen, die HIV und Aids nicht als Arbeitsschwerpunkt definieren
  • für eine sensible, differenzierte Präventionsarbeit ohne moralisierende Inhalte, die sich an den Lebensrealitäten von Frauen und Mädchen orientiert
  • für eine freie Entscheidung von Frauen mit HIV/Aids für oder gegen eine Schwangerschaft


Themenfeld Drogen

  • für die Entkriminalisierung von Drogengebraucherinnen
  • für menschenwürdige und gesundheitsförderliche Bedingungen für Drogen konsumierende Menschen
  • Forderung der Legalisierung bislang illegaler Drogen


Themenfeld Gesundheit

  • für den Respekt vor den Entscheidungen der Frauen als Patientinnen
  • für den Ausbau der frauenspezifischen gesundheitlichen und medizinischen Forschung
  • für die Verbesserung der medizinischen Versorgung unter Berücksichtigung der frauenspezifischen Aspekte
  • für die Verbesserung der ambulanten und stationären Versorgung unter Berücksichtigung der Lebenswelten von Frauen
  • für ein gleichberechtigtes Arzt/Ärztin-Patientinnen-Verhältnis


Themenfeld Migration

  • für eine konsequente und großzügige Ausschöpfung des Aufenthaltsgesetzes im Hinblick auf das Aufenthaltsrecht
  • für Veränderungen des Asylbewerberleistungsgesetzes mit dem Ziel, die Lebenssituation von Migrantinnen zu verbessern.


Themenfeld Arbeit und Beruf

  • für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Frauen mit HIV/Aids


Themenfeld Gesellschaft

  • für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Mädchen in Politik und Gesellschaft
  • für die Akzeptanz der Vielfalt der Lebensweisen von Frauen

Mitarbeit und Ansprechpartnerin

Die Aidshilfe NRW koordiniert die Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen und HIV/Aids in NRW. Ansprechpartnerin in der Landesgeschäftsstelle ist

Petra Hielscher
Koordination Frauen und HIV/Aids
Lindenstr. 20
50674 Köln
Fon 0221 - 92 59 96 0
Fax 0221 - 92 59 96 9
petra.hielscher@nrw.aidshilfe.de

Termine

Hier finden sie alle Termine und Aktivitäten der nächsten Wochen

mehr

Frauen und HIV Info

Auf der Internetseite frauenundhiv.info der Deutschen AIDS-Hilfe finden Sie weitere Informationen zum Thema Frauen, HIV und Aids.

mehr