2020-06-02: Die Einschränkungen sind gegen Corona – nicht gegen Sexarbeit

Die Einschränkungen sind gegen Corona – nicht gegen SexarbeitDer heutige Internationale Hurentag (International Sex Workers’ Day) erinnert an die Diskriminierung von Menschen in der Sexarbeit und deren Lebens- und Arbeitsbedingungen. Gerade in Zeiten von Corona erscheint es der Aidshilfe NRW mehr als notwendig, auf die besonders prekäre Situation der Sexarbeiter*innen in dieser Krise hinzuweisen. Mitte März wurden in Deutschland alle körpernahen, nicht medizinisch notwendigen Dienstleistungen untersagt. Viele Länder und Kommunen haben darüber hinaus explizit jede Art von Prostitution verboten.

Der Ausfall der Honorare macht den meisten Sexarbeiter*innen zu schaffen, da sie über keine Rücklagen verfügen, um für ihre Lebenshaltung und Miete aufkommen zu. Immerhin konnte der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) erreichen, dass vor allem Frauen, die in Bordellen arbeiteten, nach deren Schließung dort übernachten konnten, was durch das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) eigentlich verboten ist.

Die Aidshilfe NRW fordert die Länder und Kommunen auf, Sexarbeiter*innen, die in weit größerem Maße mit Infektionsschutz und Hygiene vertraut sind als Mitarbeitende anderer Branchen, sobald wie möglich die Erlaubnis zu geben, ihrer Arbeit wieder nachzugehen. 


Den Text der Presseinformation finden Sie unter ahnrw.de.

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